02.05.2021 11:00 27.06.2021 17:00

Gemäldeausstellung „Auf dem Weg zum Kubismus“

Seit 16 Jahren malt die Warsteiner Künstlerin Marietta Löer Motive aus den Bereichen Landschaft, an der See, Menschen, Tierisches und Architektur. Sie abstrahiert, vereinfacht, verdoppelt, verändert Perspektiven, malt fiktiv aber nie abstrakt. So sind ihre Werke ein „Abenteuer für das Auge“. Angetan von den Gemälden der Maler Braque, Picasso, Gris und Metzinger hat sie den Kubismus für sich als eine neue, sie herausfordernde Stilrichtung entdeckt. Mit zwei Werken war sie 2020 beim Simplizissimus Preis im Museum Wilhelm Morgner vertreten.

Marietta Löer über sich selbst: „In erster Linie male ich „aus Spaß an der Freud“. Es ist spannend zu sehen, wie sich ein Bild entwickelt. Obwohl das Malen viel Arbeit bedeutet. Meistens erstelle ich Collagen, die ich dann in Ölfarbe auf die Leinwand übertrage. In letzter Zeit nimmt die Entwicklung der Motive einen mindestens so großen Zeitraum ein wie das Malen selber. Es dauert von der diffusen Idee bis zur malerischen Umsetzung. Mit Ölfarben arbeiten bedeutet auch, immer wieder kurze oder lange Trocknungsprozesse zwischendurch abzuwarten. Es dauert mehrere Wochen bis ein Bild fertig ist, weshalb ich immer an mehreren Bildern parallel arbeite.
Mir ist es wichtig, den Raum eines Bildes formal zu gliedern, die entstehenden Werte- und Kräfteverteilungen miteinander in Einklang zu bringen und durch diese Pseudo-Dynamik das Auge zu erfreuen. Durch die Eckigkeit („Deformation“) und den Formenrhythmus entstehen kristalline Strukturen, die zu neuen Abenteuern für das Auge führen. Der Betrachter soll nicht nur einmal auf das Bild schauen, sondern immer wieder Neues entdecken.
Ich befinde mich derzeit in einem Entwicklungsprozess, möchte gerne noch mehr abstrahieren, versuche die Grenzen für mich abzustecken, was zum Beispiel bei der zersplitterung eines Gesichts möglich ist, und was nicht mehr geht. Der „Cellospieler“ und der „Pfeifenraucher“ sind ästhetisch gelungen, beim „Stadttor von Zons“ ist sie m.E. zu weit gegangen.“