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Wohnzimmer

Theresa Bergenthal geb. Gabriel erzählt

Willkommen im Wohnzimmer unserer Wohnung!
Seitdem wir 1848 den Kupferhammer von dem letzten Besitzer Franz Albert Ludwig Möller erworben sowie das Wohnhaus umgebaut und erweitert haben, ist dies der Raum, in den mein Mann und ich in der Regel unsere privaten Gäste einladen.
Um die für die Bewirtung erforderlichen Gläser und das Porzellan unterzubringen, erwarben wir den im 18. Jahrhundert gefertigten Intarsienschrank, der zunächst bis zur Auflösung des Klosters Grafschaft in der dortigen Sakristei gestanden haben soll. Die schlichte Verwendung heller, aber auch dunkler Furnierhölzer entspricht dem Stilverständnis unserer Zeit, typisch für das Biedermeier (ca. 1815 – 1860).

 

Auch die Uhr auf dem Sekretär unterhalb der Porträtdarstellungen der letzten hier im Haus gelebten Bergenthals entstammt dieser Stilepoche. Es handelt sich hierbei um den Reisewecker meines Mannes. Er ist, wie Sie sehen, nicht gerade klein und handlich, aber seine Funktionalität ist erstaunlich.

 


Die vier Sessel und das Kabinett wurden von meiner angeheirateten Enkeltochter Ottilie Bergenthal, geb. d`Ham, in den 30er Jahren des 20sten Jahrhunderts angeschafft; die Wohnung wurde um die gemütliche Nische erweitert. Das Wappen im hinteren Fenster des Kabinetts ist das der Familie d`Ham, die aus Soest stammt.

 

Die Porträts an den Wänden nutze ich gern, um interessierten Gästen unsere Familie vorzustellen – hier im Wohnzimmer zunächst die meines Mannes, im „Comptoir“ sind dann auch Bilder meiner Familie zu sehen. Die Geschichte der Bergenthals in Warstein beginnt am Ende des 18. Jahrhunderts mit dem Zuzug des Johann Wilhelm Bergenthal aus Schmallenberg.

Auf diesen Bildern sehen wir seinen Sohn Anton sowie dessen Frau Josefine, geb. Hoppe. Anton Bergenthal war ein hoch angesehener Bürger der Stadt Warstein. Viele Jahre lang bekleidete er das Amt des Bürgermeisters; zudem war er Abgeordneter im preußischen Landtag. Vom Vater übernahm er den Gasthof und das neu erbaute Hotel. Er betrieb außerdem eine Brennerei und einen Schraubenhandel. 1829 wurde Anton B. Warsteins erster Postexpediteur.

 

Antons Sohn Wilhelm ist mein Mann. Die Porträts über der Eingangstür wurden 1883 aus Anlass unserer Goldenen Hochzeit erstellt. Im Festsaal werde ich auf dieses besondere Ereignis gerne zurückkommen.

 

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