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Im Comtoir

Theresa Bergenthal geb. Gabriel erzählt

Sie wundern sich sicher, wenn ich Ihnen sage, dass wir uns nun im „Chefzimmer“ eines florierenden Unternehmens, unserer 1834 gegründeten Firma Gabriel und Bergenthal befinden.
Neben der Raumgröße wird Sie wohl besonders die Raum-ausstattung überraschen. Schon auf den ersten Blick wird Ihnen auffallen, dass hier Arbeits- und Wohnwelt eng miteinander korrespondieren. Für den Tagesablauf gehören Stehpult, Hocker, Bücherschrank, Sofa, Spieltisch, Waschtisch und Spiegel zusammen, alles Mobilar aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

Am Stehpult, in dessen unterem Teil ein schwerer Tresor eingebaut ist, verrichtet mein Mann den täglichen Schriftverkehr, nutzt den Platz und die Ruhe des Raumes aber auch für technisch-konstruktive Überlegungen und Entwürfe. So gehören die Stempel wie auch der kleine Sandstreuer, mit dem die frisch mit Tinte beschriebenen Papiere bestreut und getrocknet werden, ebenso zum ständigen Handwerkszeug wie Zirkel und Lineal.

 

Genüßlich eine Pfeife zu rauchen gehört wie das mittägliche Kartenspiel am Spieltisch zur regelmäßigen Entspannung. Um nicht jedes Mal beim Mittagsschlaf, den er als „Geh. Commerzienrat“ hier auf dem Sofa machte, auf die Warsteiner St. Wilhelmshütte, die er auch als Konkurrenzunternehmen ansah, schauen zu müssen, ließ er diese im Bild über dem Bücherschrank kurzer Hand weg retouschieren.

 

Bei dieser Gelegenheit will ich auch etwas zu den übrigen Bildern sagen. Oben über dem Stehpult erkennen Sie mich. Darunter zwei Bleistiftzeichnungen meiner Schwiegereltern. Das mittlere Foto direkt über dem Stehpult zeigt meinen Mann, Wilhelm Bergenthal. In den kleinen Ölgemälden links sind der Kupferhammer- und der Puddelhammer dargestellt. Die Fotos rechts neben dem Stehpult zeigen wiederum unseren Kupferhammer.

 

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